Hauptpost Basel: Die Transformation wird immer sichtbarer
Vom Untergeschoss bis zum Dach: Die Sanierung der Hauptpost Basel schreitet voran. Ein Blick hinter die Gerüstnetze zeigt eindrücklich, wie historische Elemente bewahrt und neue Strukturen geschaffen werden. In unserer Quartalsnews geben wir Ihnen einen Überblick über die neusten Veränderungen.
Während die vergangenen Monate noch im Zeichen des Rohbaus standen, sind mittlerweile alle Hauptstränge des Rohbaus – Treppen, Steigzonen und Liftschächte – fertiggestellt. In diesen Wochen werden die Lifte eingebaut.
Bereits sehr weit fortgeschritten sind auch die Natursteinarbeiten: Sowohl im Patio als auch in der Passage zwischen Freie Strasse und Gerbergasse sind die historischen Naturstein-Gewände vollständig montiert. In der Passage werden ursprüngliche Sandstein-Arkaden mit grösster Sorgfalt an ihren letzten Einbauort zurückgeführt – fast 70 Jahre nachdem sie beim Kanton eingelagert wurden. Voraussichtlich im September wird in der Passage das Replika-Portal montiert.
Neues schaffen, Charakter erhalten
Nicht nur im Innern des Gebäudes wird fleissig gewirkt, auch auf dem Dach passiert einiges: Momentan werden die Bestandsdächer umgebaut, wobei so viel ursprüngliche Gebäudemasse wie möglich erhalten bleibt. Ein Grossteil des Holztragwerks des Daches auf Seite der Freien Strasse sowie die komplette Aussenhaut im Attic-Bereich bei der Rüdengasse bleiben im Gebäude erhalten.
Auf Seite Gerbergasse und Freie Strasse werden die Steildächer innen neu gedämmt – ohne die äussere Dachhaut zu verändern. Dieser aufwändige jedoch ressourcenschonende Ansatz begleitet alle Arbeiten bei der Sanierung der Hauptpost. Der sorgfältige Erhalt von Bestehendem und die Integration von Neuem reduziert einerseits den ökologischen Fussabdruck und erhält andererseits den einzigartigen Charakter der Hauptpost Basel.
Mitten in der Basler Innenstadt wird so Geschichte bewahrt und gleichzeitig Raum für Neues geschaffen. Hier werden Vergangenheit und Zukunft mit grosser Sorgfalt miteinander verbunden und das Gebäude bereit gemacht für das nächste Kapitel seiner langen Geschichte.







Fotos: © Bruno Caflisch