Hauptpost Basel: Viele Beteiligte, ein gemeinsames Ziel
Schwere Glasscheiben wurden per Kran über die Dächer der Basler Innenstadt gehoben, im Untergeschoss glänzen frisch geflieste Böden, vor wenigen Tagen hat das erste Geschäft seine Türen geöffnet und die nächsten zwei folgen noch vor den Sommerferien. Die ehemalige Hauptpost verwandelt sich sichtbar – und das auf allen Etagen gleichzeitig. Jeder Fortschritt bringt das gemeinsame Ziel ein Stück näher: die Wiedereröffnung der altehrwürdigen Hauptpost Basel.
Seit einigen Wochen ist das Gerüst abgebaut und die Hauptpost Basel somit wieder vollständig sichtbar. Aber nicht nur aussen, sondern auch im Innern des Gebäudes sind zahlreiche Fortschritte erkennbar. Im Untergeschoss Ost präsentieren sich erste Bereiche bereits mit fertigen Oberflächen: verputzte und gestrichene Wände, geflieste Böden, fertige Bodenbeschichtungen. Räume, die noch vor wenigen Wochen als Durchgang oder Lagerfläche dienten, werden nach und nach an die Mietenden übergeben. Dadurch verändert sich die Baustelle. Ein genaues Zeitmanagement sowie die Vorgabe, vor Ort nur noch zu lagern, was unmittelbar verbaut wird, sorgen dafür, dass alle Arbeiten planmässig fortgeführt werden können.
Neue Fenster und historische Tore
Wer in diesen Tagen durch die Freie Strasse oder die Gerbergasse geht, sieht es bereits: die Tore bei der Passage sind wieder eingebaut. Durch die Tore kann aktuell mitverfolgt werden, wie in der Passage die Brandschutzdecken und -verkleidungen vom Gipser eingebaut werden. Die massgefertigten Metallfenster sind in der Passage Ost bereits montiert, Passage Mitte und West folgen. Im Patio werden in Kürze die grossen Metalltüren eingebaut – ein weiterer wichtiger Schritt, der dem neuen Herzstück des Gebäudes sein endgültiges Gesicht verleiht.
Von den Obergeschossen bis ins Dach
In den Obergeschossen verkleiden Gipser und Trockenbauer derzeit Träger und Schächte; der Türbauer hat den Grossteil der Türzargen und Türblätter montiert; Schreiner und Maler stimmen die Oberflächen der neuen Holzgewände und -friesen ab. Im Treppenhaus 1 ist der Grundputz fertig und nun wird – sobald alles getrocknet ist – der Deckputz finalisiert. Im Treppenhaus 2 wird der Grundputz aktuell angebracht und muss dann ebenfalls zuerst trocknen, bevor die finale Oberfläche hergestellt werden kann.
Im Dachstock wurde in den vergangenen Wochen die neue Pfosten-Riegel-Fassade montiert. Damit die schweren Elemente nach oben gelangen konnten, mussten die Fassadengerüste am Dach vorübergehend zurückgebaut werden. Über mehrere Tage hob ein Mobilkran erst die Profile, dann die grossformatigen Glasscheiben aufs Dach – ein spannender Anblick für alle, die gerade durch die Stadt spaziert sind. Der Einbau der Gläser war aufgrund ihres Gewichts besonders herausfordernd. In den kommenden Wochen wird im Innenhof nun unter anderem der Leuchtenlift eingebaut, an dem zukünftig die Beleuchtung montiert werden kann.
18 Gewerke, über 60 Personen, ein Ziel
Zeitweise sind mehr als 60 Personen gleichzeitig auf der Baustelle im Einsatz – und trotzdem läuft alles geordnet ab und die Stimmung ist gut. Das ist kein Zufall, sondern das Resultat regelmässiger Feinabstimmungen der beteiligten Gewerke sowie der vorausschauenden Planung mit der «Lean Construction Management»-Methode (LCM), die – wie ein Taktfahrplan – genau vorgibt, wer zu welchem Zeitpunkt wo im Einsatz ist.
Mit der Nespresso Boutique hat vor wenigen Tagen das erste Geschäft in der Hauptpost Basel seine Türen geöffnet und noch vor den Sommerferien folgen zwei weitere. So wird dem Gebäude Schritt für Schritt – Mieter für Mieter – neues Leben eingehaucht.






Fotos: © Bruno Caflisch